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Brauche ich Mikronährstoffe?
Stellen Sie sich vor, Sie wollen ein Haus bauen. Was benötigt man alles dafür?
Zuerst einmal benötigt man ein stabiles Fundament. Auch benötigt man bestimmt Träger, die die Decken halten, damit ein Grundgerüst gebaut werden kann.
Das sind sozusagen unsere Makronährstoffe, also Kohlenhydrate, Fette und Proteine.
Damit aber jetzt ein bewohnbares Haus gebaut werden kann, benötigt man einen bestimmten Mörtel, um das ganze miteinander zu verbinden. Dann braucht es weitere Materialein, wie Schrauben, Gips, Schienen, Ausgleichsmassen etc.
Jetzt kommen unsere Mikronährstoffe ins Spiel, Sie können sich vorstellen, dass die Mikronährstoffe in unserem Körper wie der Mörtel, Schrauben, Gips etc. wirken. Ohne diese, wird kein schönes, stabiles und bewohnbares Haus aus dem Grundgerüst entstehen können.
Mikronährstoffe sind essenziell, was bedeutet, dass wir diese unserem Körper zuführen müssen. Sie sind lebensnotwendig.
In diesem Blogartikel möchte ich Ihnen die Mikronährstoffe näherbringen und sie hierfür sensibilisieren. Ich werde Ihnen erklären, welche Aufgaben sie im Körper übernehmen und wie Sie Ihren Bedarf an Mikronährstoffen decken können. Und auch, ob eventuell Mikronährstoffmängel bei Ihnen vorhanden sind, was zu bestimmten Symptomen führen kann.
Was sind Mikronährstoffe genau und welche gibt es ?
Mikronährstoffe sind Nährstoffe, die wir in geringen Mengen benötigen, aber dennoch lebenswichtig sind. Dazu gehören Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe.
Vitamine
Vitamine kann unser Körper nicht selbst herstellen. Sie sind an vielen wichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt, z. B. am Energiestoffwechsel, dem Aufbau von Knochen und Zähnen, der Funktion des Immunsystems oder der Nervenübertragung.
Wasserlösliche Vitamine: Die Wasserlöslichen Vitamine werden vom Körper nicht gespeichert und müssen daher regelmäßig über die Nahrung aufgenommen werden. Dazu gehören die Vitamine C, B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9 und B12.
Fettlösliche Vitamine: Die fettlöslichen Vitamine werden vom Körper gespeichert und können daher über einen längeren Zeitraum aufgenommen werden. Dazu gehören die Vitamine A, D, E und K.
Die Vitamine sind an vielen wichtigen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt. Sie sind unter anderem wichtig für:
- Energiestoffwechsel
- Wachstum und Entwicklung
- Funktion des Immunsystems
- Gesundheit der Augen
- Gesundheit der Knochen
- Gefäßgesundheit
Mineralstoffe
Mineralstoffe sind anorganische Verbindungen, die unser Körper ebenfalls nicht selbst herstellen kann. Sie sind ebenfalls an vielen wichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt, z. B.
- Aufbau und Erhalt von Knochen und Zähnen
- Wasserhaushalt und Elektrolytbalance
- Muskelkontraktion und Nervenfunktion
- Energiestoffwechsel
- Funktion des Immunsystems
- Schilddrüsenfunktion
- Zahngesundheit
Mineralstoffe sind: Calcium, Phosphor, Kalium, Natrium, Chlorid, Magnesium und Schwefel.
Mineralstoffe, die in kleineren Mengen benötigt werden, nennen sich Spurenelemente. Darunter zählen mitunter: Eisen, Jod, Fluorid, Zink, Kupfer, Mangan, Selen, Chrom und Molybdän.
Sekundäre Pflanzenstoffe
Sekundäre Pflanzenstoffe sind Stoffe, die in Pflanzen vorkommen, aber nicht für den Aufbau der Pflanze essentiell sind. Sie haben jedoch viele positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit, z. B. können sie entzündungshemmend, antioxidativ oder krebshemmend wirken.
Sekundäre Pflanzenstoffe sind in vielen verschiedenen Lebensmitteln enthalten. Zu den besten Quellen gehören:

- Obst: Äpfel, Beeren, Orangen, Zitrusfrüchte, Bananen
- Gemüse: Brokkoli, Rosenkohl, Kohlrabi, Karotten, Tomaten, Paprika, Spinat
- Kräuter und Gewürze: Basilikum, Oregano, Rosmarin, Thymian, Knoblauch, Zwiebeln
- Hülsenfrüchte: Sojabohnen, Linsen, Kichererbsen, Kidneybohnen, Erbsen
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Mikronährstoffe im Körper vielfältige Aufgaben übernehmen. Sie sind an vielen wichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt, z. B.:
- Fettstoffwechsel
- Energiestoffwechsel
- Aufbau von Knochen und Zähnen
- Funktion des Immunsystems
- Nervenfunktion
- Muskelkontraktion
- Regulierung des Wasserhaushalts
- Bildung von Hormonen
- Bildung von Blutkörperchen
- Gesunde Haut
- Gesunde Haare
- Gesunde Nägel
- Gesunde Augen
- Gesundes Gehirn
Woher weiß ich, ob ich genügen Mikronährstoffe zu mir nehme?
Um unseren Bedarf an Mikronährstoffen zu decken, ist es wichtig, sich ausgewogen zu ernähren. Das bedeutet, dass Sie eine Vielfalt an Lebensmitteln aus allen Lebensmittelgruppen zu sich nehmen sollten und hauptsächlich unverarbeitete Lebensmittel verzehren. Erwähnenswert hierbei ist, dass bestimmte Personengruppen einen erhöhten Bedarf an Mikronährstoffen aufweisen, beispielsweise sind hier zu nennen:
- Schwangere und Stillende
- Kinderwunsch
- Kinder und Jugendliche
- Alte Personen
- Menschen mit chronischen Erkrankungen
- Stress ist ein enormer Mikronährstoffräuber
- Medikamente können bei regelmäßiger Einnahme einen Mangel oder Mehrbedarf an Mikronährstoffen auslösen
- Infektanfälligkeit
- Wenn sich nicht ausgewogen und abwechslungsreich ernährt wird (weniger als 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag)
Mikronährstoffmängel können ganz viele unterschiedliche Symptome verursachen. Beispielsweise ist hier zu nennen:
- Müdigkeit
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Muskelschwäche
- Haarausfall
- brüchige Nägel
- trockene Haut
- Infektanfälligkeit
- Antriebslosigkeit
Folgenden Lebensmittel können gute Quellen für Mikronährstoffe sein und versuchen Sie diese täglich in Ihre Ernährung einzubauen. Achten Sie dabei auf gute Qualität:
Obst und Gemüse in allen Farben und Formen, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen, Bio Eier, hochwertige Öle, Innereien, qualitatives Fleisch, Milchprodukte oder auch Knochenbrühe.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie Ihren Bedarf an Mikronährstoffen decken, können Sie sich von einem spezialisierten Arzt, ausgebildetem Coach oder Ernährungsberater beraten lassen. Eine sehr aussagekräftige Beurteilung Ihres Mikronährstoffstatus sind Bluttests. Diese geben Auskunft darüber, ob Sie einen Mangel an bestimmten Mikronährstoffen haben. Dies sollten Sie in Zusammenarbeit mit einem ausgebildeten Coach, Ernährungsberater oder Arzt, der sich auf Ernährungstherapie oder Molekularmedizin spezialisiert hat, machen. Es gibt im Internet hierzu mittlerweile viele Anbieter und Angebote, die ich Ihnen nicht empfehlen würde. Da mir die Bedeutsamkeit von Nährstoffen bewusst ist, arbeite ich in meinem Coaching mitunter auch mit Bluttestes und Blutwerten. Wenn Sie hierzu Fragen haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.
Schreiben Sie mir auch gerne einfach über Whatsapp.